NEIN zu den geplanten Windenergie-Anlagen in Kirchlindach

Petition is addressed to:
Gemeinderat Kirchlindach

916 Signatures

Collection finished

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  1. Launched January 2025
  2. Collection finished
  3. Submission on the 12 Sep 2025
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Petition addressed to: Gemeinderat Kirchlindach

Die unterzeichnenden Bürgerinnen und Bürger fordern den Gemeinderat Kirchlindach auf, im Interesse der Bevölkerung und der Natur auf die weitere Planung der Windenergie-Anlagen im Lindechwald-Kohlholz zu verzichten.

Reason

Unter dem Motto „Nicht zerstören, was man schützen will“, rufen wir alle Einwohnerinnen und Einwohner von Kirchlindach, den umliegenden Gemeinden sowie alle Bernerinnen und Berner zur Unterstützung der Petition gegen den geplanten Windpark auf. Der Bau von fünf 200 Meter hohen Windrädern im Lindechwald-Kohlholz hat erhebliche Auswirkungen auf Natur, Landschaft und Lebensqualität.

1. Landschaftsschutz: Das Frienisberg-Plateau, zu dem der Lindechwald-Kohlholz und der Schüpberg gehören, wurde 2024 von der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz als „Landschaft des Jahres“ ausgezeichnet. Die Windräder würden die natürliche Schönheit und Integrität dieser geschützten Landschaft unwiederbringlich zerstören.

2. Gefährdung geschützter Tierarten: Die Windräder bedeuten tödliche Fallen für Fledermäuse und Vögel, insbesondere Störche, Reiher, Greifvögel und Eulen. Von der Kollisionsgefahr sind Zugvögel und grosse Vögel besonders betroffen. Beim Vorbeifliegen gelangen sie in einen Sog oder werden durch den Wirbel der Rotoren zu Boden geschleudert. Bei den Fledermäusen führt der Unterdruck der Windturbinen zum Zerplatzen der Blutgefässe.

3. Fehlende Mindestabstände: In der Schweiz dürfen Windkraftanlagen bis auf 300 Meter an bewohnte Häuser heranrücken, während international deutlich grössere Mindestabstände gelten. In Bayern etwa gilt die 10H-Regel (das Zehnfache des Turms), in Österreich 1200 Meter oder in Finnland 2000 Meter. Wann wird die Schweiz ihre Regelungen anpassen?

4. Beeinträchtigung der Naherholung: Der Lindechwald-Kohlholz und der angrenzende Schüpberg sind ein beliebtes Naherholungsgebiet mit Wander- und Reitwegen. Windräder würden durch Lärm, Sichtbeeinträchtigungen und Lichtverschmutzung die Erholungsqualität stark vermindern.

5. Unzureichende Windverhältnisse: Die Schweiz ist kein klassisches Windland. Ein Beispiel ist das 2018 sistierte Projekt in Vechigen, bei dem sich herausstellte, dass selbst moderne Windturbinen mit 200 Metern Höhe bei den vorherrschenden Windverhältnissen keinen nachhaltig rentablen Betrieb ermöglichen.

6. Wirtschaftliche Profiteure: Das Projekt wird als «Bürgerwindpark» vermarktet. Doch hinter dem Vorhaben stehen grosse Investoren, und es stellt sich die Frage, wie ehrlich dieses Konzept wirklich ist. Die Gewinne fliessen vorrangig an (ausländische) Investoren und wenige Landbesitzer, während die lokale Bevölkerung die negativen Auswirkungen trägt.

7. Umwelt- und Wertverlust: Immobilien in der Nähe von Windparks verlieren an Wert. Zudem verursacht der Rotorabrieb Mikroplastik, das Böden und Gewässer schädigt.

Unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift und teilen Sie diese – im Idealfall mit einer persönlichen Botschaft - in Ihrem Netzwerk, bei Freunden, Familie und in den sozialen Medien. Jede Unterschrift ist wichtig, auch die von Menschen ausserhalb Kirchlindachs. Gemeinsam können wir ein Zeichen setzen!

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gegenwind-frienisberg.ch

Thank you so much for your support, Gegenwind Frienisberg, Bern
Ask the initiator

Petition details

Petition started: 01/31/2025
Collection ends: 07/31/2025
Region: Kirchlindach
Topic: Environment

News

  • Mit einer neuen Verordnung soll den Standortgemeinden das Zustimmungsrecht für Windparks von nationalem Interesse entzogen werden. Betroffene Landgemeinden wie Kirchlindach, Meikirch, Schüpfen und Lyss wurden übergangen – konsultiert wurden im Mitberichtsverfahren einzig Städte über 10'000 Einwohner. Das ist undemokratisch, rechtlich fragwürdig und ein Affront gegenüber der Bevölkerung.

    Der Bund verlangt ausdrücklich die Zustimmung der Standortgemeinde. Trotzdem versucht die kantonale Direktion für Inneres und Justiz unter der Leitung von Aline Trede, diese Gemeindeautonomie per Verordnung auszuhebeln. Ohne Not, ohne Dringlichkeit – und ohne Rücksicht auf die Menschen, die direkt betroffen wären.

    In Kirchlindach hat die Bevölkerung erst kürzlich entschieden, dass sie über Windindustrieanlagen auf ihrem Gemeindegebiet abstimmen will. Dieses demokratische Recht darf nicht ausgehebelt werden.

    Wir setzen uns mit voller Kraft dafür ein, dass die Bevölkerung am Frienisberg weiterhin über ihren Lebensraum bestimmen können. Die Interessen der betroffenen Bevölkerung müssen Vorrang haben – nicht jene der Windindustrie.

    👉 Abonnieren Sie jetzt unter www.gegenwind-frienisberg.ch unseren neuen Newsletter und bleiben Sie auf dem Laufenden!

  • Geschätzte Unterzeichner unserer Petition

    Letzten Freitag haben wir vom Gemeinderat Kirchlindach beiliegende Antwort zu unserer Petition "NEIN zu den geplanten Windenergie-Anlagen im Lindechwald/Kohlholz" erhalten.

    Die Antwort des Gemeinderates zu den geplanten Windindustrieanlagen ist eine verpasste Chance – und ein enttäuschendes Signal an die Bevölkerung. Anstatt Verantwortung zu übernehmen und das umstrittene Projekt kritisch zu hinterfragen, schiebt der Gemeinderat die «heisse Kartoffel» an den Kanton ab. Dies ignoriert völlig, dass der Gemeinderat selbst die Voraussetzung geschaffen hat, damit der «Prüfraum Kirchlindach» überhaupt in den kantonalen Richtplan aufgenommen wurde. Wer damals zustimmte, kann heute nicht glaubwürdig behaupten, das Geschehen liege ausserhalb seines Einflussbereichs.

    Zudem verkennt der Gemeinderat, dass die Windparkpläne nicht nur Kirchlindach betreffen, sondern ebenso Meikirch, Schüpfen und Münchenbuchsee. In allen diesen Gemeinden gibt es einen massiven Widerstand in der Bevölkerung – ein Widerstand, der ernst genommen und nicht relativiert werden sollte. Der Erfolg der Wald- und Gemeindeschutz-Initiativen zeigt deutlich, wie gross die Sorge um Natur, Landschaft und Gemeindeautonomie ist.

    Statt Transparenz zu schaffen, wird die Bevölkerung mit Spurgruppen und pauschalen Hinweisen auf laufende Prüfungen beruhigt, während gleichzeitig Vertreter ausländischer Investoren – getarnt hinter einem Schweizer Firmenkonstrukt – ungehindert in Gemeindeverwaltungen ein- und ausgehen. Wer so handelt, nährt den Eindruck, dass hinter den Kulissen längst politische Weichen gestellt wurden, während gegen aussen der Eindruck eines offenen Prozesses vermittelt wird.

    Wir fordern den Gemeinderat auf, endlich Klartext zu sprechen: Will er diese Windräder – ja oder nein? Die Bevölkerung hat Anspruch auf Ehrlichkeit. Dazu gehört auch das Eingeständnis, dass man bisher aktiv an der Ermöglichung dieses Projekts mitgewirkt hat.

    Der Gemeinderat hat es verpasst, eine klare Haltung zugunsten der Gemeinde, des Waldes und der betroffenen Bevölkerung einzunehmen. Doch der Widerstand wird weitergehen – in Kirchlindach, am ganzen Frienisberg und in den Nachbarsgemeinden.

    Nur ein transparenter, ehrlicher und partizipativer Prozess kann das Vertrauen wieder herstellen, das durch diese Stellungnahme einmal mehr erschüttert wurde.

    An dieser Stelle möchten wir uns nochmals ganz herzlich bedanken für die grosse Unterstützung, die wir bisher von euch erfahren durften. Jede Woche erreichen uns viele Nachrichten, die uns ermutigen, weiterhin mit voller Kraft gegen die geplanten Windindustrieanlagen auf dem Frienisberg einsetzen - in Kirchlindach sowie in Seedorf und Schüpfen. Im Frühjahr 2026 finden bereits unsere nächsten Anlässe statt, zu den wir euch gerne einladen werden.

    Herzliche Grüsse

    Gegenwind Frienisberg
    Jonathan Zbinden, Verantwortlicher Kommunikation

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