Viel zu wenig Plätze bei der Freizeitbetreuung Zug. Unsere Kinder brauchen Ihre Hilfe!

Bis zu 50 Kinder haben im neuen Schuljahr keinen Platz in der Freizeitbetreuung Herti (Mittagstisch und Nachmittagsbetreuung). Diesen Bescheid haben die betroffenen Eltern kurz vor den Sommerferien erhalten.

Im Gebiet Herti sind die Plätze in der Freizeitbetreuung mit dem Mittagstisch und der Nachmittagsbetreuung seit Jahren rar. Im Schuljahr 2018/2019 fehlen besonders viele Plätze. Gemäß Auskunft der Stadt Zug mussten an gewissen Tagen bis zu 50 Kinder abgewiesen werden. Den Eltern bleiben keine Ausweichmöglichkeiten, denn die Freizeitbetreuung ist an jedem Tag bis auf den letzten Platz ausgebucht.

Die Stadt Zug rühmt sich auf ihrer Website damit, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, beschränkt dann aber die Zahl der zur Verfügung stehenden Betreuungsplätzen auf ein Minimum. Obwohl das Problem seit langer Zeit bekannt ist (u.a. Petition Freizeitbetreuung Riedmatt, im Sommer 2016), handeln die verantwortlichen Behörden nicht und überlassen das Problem alleine den Eltern.

Berufstätige Eltern sind auf verlässliche und langfristig ausgerichtete Betreuungs- und Freizeitstrukturen für ihre Kinder angewiesen.

Wir Unterzeichnenden fordern die Stadt Zug auf, umgehend Massnahmen zu ergreifen, um betroffenen Familien im Schuljahr 2018/2019 einen Platz in der Freizeitbetreuung Herti zu garantieren.

Begründung

Hintergrundinformationen und Problematik

Die Stadt Zug bietet flächendeckend Plätze für die außerschulische Betreuung von Kindergarten- und Primarschulkinder an. Die Freizeitbetreuung umfasst zwei Module, am Mittag von 12.00 bis 14.00 Uhr sowie am Nachmittag von 14.00 bis 18.00 Uhr. Plätze stehen mit erster Priorität alleinerziehenden und berufstätigen Eltern zu. Die Freizeitbetreuung ist bei Eltern und Kindern beliebt. Es ist ein Ort, wo Kinder gerne hingehen, und die Eltern beruhigt ihrem Berufsalltag nachgehen können.

Die Stadt Zug hat mit der Freizeitbetreuung ein Erfolgsmodell geschaffen, dass zu Ungleichbehandlung führt und viele berufstätige Eltern ausschliesst. Das Problem ist bekannt: Bereits im Sommer 2016 mussten Eltern im Gebiet Zug West mit einer breit abgestützten Petition um dringend notwendige Betreuungsplätze kämpfen. Jetzt wiederholt sich die gleiche Situation in der Herti. Und wieder sind es die Eltern, die bei den Behörden Druck machen müssen, damit sich an der längst bekannten Problematik tatsächlich etwas ändert.

Bei den fehlenden Plätzen im Gebiet Herti handelt es sich nicht um eine Spitze, die sich in den Folgejahren wieder von selbst regulieren wird. Mit den steigenden Schülerzahlen wird auch die Nachfrage weiter zunehmen. Die Stadt Zug muss dringend handeln, will sie auch in Zukunft ein attraktiver Standort für Familien mit schulpflichtigen Kindern sein. Nicht nur Alleinstehende, auch viele Familien sind auf ein zusätzliches Einkommen angewiesen. Zudem entscheiden sich immer mehr Frauen, ein Bein im Berufsleben zu halten, um den Anschluss nicht zu verpassen.

Die vielen Familien, die im Herti-Quartier kurz vor den Sommerferien einen abschlägigen Bescheid erhalten haben, sind gezwungen, innert kürzester Zeit eine andere Lösung zu finden. Manchmal gelingt es, mit anderen Familien wechselnde Mittagstische zu organisieren oder die Grosseltern vermehrt einzuspannen. Das ist in den meisten Fällen mit grossem organisatorischem Aufwand und dem Risiko verbunden, dass die Planung jederzeit zusammenbrechen kann. Und es bedeutet zusätzlichen Stress, umso mehr als heute viele Familien sowieso schon unter finanziellem und beruflichem Druck stehen.

Die Freizeitbetreuung ist über die reine Betreuung hinaus auch in sozialer und pädagogischer Hinsicht wertvoll. Die Kinder profitieren altersübergreifend voneinander, sie essen und spielen zusammen, lösen Hausaufgaben und tauschen sich miteinander aus. Nicht nur Familien und Kinder profitieren in vielerlei Hinsicht von einer breit zugänglichen Freizeitbetreuung, sondern auch

  1. die Gesellschaft, indem Zug ein attraktiver Wohnort für Familien bleibt,
  2. die Wirtschaft, indem sie auf ein zusätzliches Potential an qualifizierten Fachkräften zugreifen kann,
  3. und nicht zuletzt die Stadt Zug, indem allfällige Sozialhilfekosten vermieden und die Steuereinnahmen erhöht werden können.

Wir Eltern, Mütter und Väter, sind glücklicher und ruhiger, wenn wir unsere Kinder in guten Händen wissen. Nur so können wir unsere Leistung in der Arbeitswelt erbringen. Es geht um unsere Kinder und deren Zukunft, das wertvollste und schönste Geschenk, das wir haben und zu dem wir als Gesellschaft verpflichtet sind, grösste Sorge zu tragen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Eliane Birchmeier aus Zug
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  • Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Petition

    Das Echo ist überwältigend, und wir danken allen für die absolut tolle Unterstützung! Den ersten Teil der Unterschriften werden wir am Freitag, 6. Juli 2018, 10.30 Uhr, der Stadt Zug übergeben.

    Wer Zeit hat, ist herzlich dazu eingeladen. Wir treffen uns ab 10.15 Uhr vor dem Stadthaus am Kolinplatz.

    Eliane Birchmeier und Alexandra Beeler

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.