Einführung Fangfenster für Hecht im Kanton Bern

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Fischereiinspektorat - Amt für Landwirtschaft und Natur

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  1. Launched April 2025
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Petition addressed to: Fischereiinspektorat - Amt für Landwirtschaft und Natur

Mehr Hecht für alle – für die Einführung eines Fangfensters!

Was wir wollen
Der Kanton Bern verfügt über eine gute Hecht-Population – noch! Um diese zu sichern, fordern wir vom Fischereiinspektorats des Kantons Bern, für 2026 die Einführung eines Fangfensters für Hecht zu prüfen (zb. 45 bis 80cm für Hecht).

Warum?
Ein Fangfenster ist eine Erweiterung des Schonmasses auf ältere Exemplare. Grosse Weibchen sind zentral für einen gesunden Bestand. Je schwerer ein Weibchen ist, desto mehr Eier trägt es in sich – die Anzahl Eier nimmt exponentiell zu. Ein grosses Weibchen von rund einem Meter produziert so viele Eier wie sechs Roggner von 50 cm Länge.

Was bringt das?
Fangfenster haben sich international als geeignet erwiesen, für einen guten Raubfischbestand zu
sorgen. Die Fachstelle FIBER empfiehlt diese Massnahme aus wissenschaftlicher Sicht. Der
renommierte Fischforscher Robert Arlinghaus bestätigt, dass ein Fangfenster der Hobbyfischerei zugute kommt. Ein Fangfenster bedeutet mehr Fänge für alle.

Schadet das Zurücksetzen den Fischen?
Ein Fangfenster hat zur Folge, dass auch grosse Fische zurückgesetzt werden müssen. Im Vergleich zu anderen Arten sind Hechte robust. Studien zeigen, dass die Sterblichkeitsrate sehr niedrig ist, wenn die Fische schonend gedrillt und behandelt werden. Von den kantonalen Behörden wünschen wir uns, weitere Massnahmen zu prüfen, welche das Überleben gefangener Hechte mit Schonmass erhöht.

Erstunterzeichnende:
Kaspar Indermühle, Fishbreak, Schüpfen
Simon Jäggi, Naturhistorisches Museum Bern, Kehrsatz
Kevin Wegmüller, Highland Fishing, Thun

mit
Nikola Bojat, Highland Fishing, Bern
Sandro Brand, Bern
Stefano Cappelli, Solothurn
Philipp Gaida, Meikirch
Joey Gass, Ipsach
Nico Guggelmann, Solothurn
Marc Guggisberg, fishanddrink.ch, Bern
Sven Heierli, Kassier FV-Wohlensee, Bern
Florian Indermühle, Schüpfen
Andrea Jäggi, Kehrsatz
Pascal Jungo, Bremgarten bei Bern
Gian Koella, Bern
Patrick Lehmann, Bern
Mario Liechti, Rüfenacht
Sandro Moggi, Mosseedorf
Simon Mühlethaler, Bern
Michel Perret, Frauenkappelen
Alexander Roschi, Aarau
Thomas Schläppi, Schüpfen
Markus Sollberger, Köniz
Benno Sommerhalder, Zürich
André Studer, Liesthal
Lucas Tenger, Detligen
Reto Zeller, Bootsplatzchef FV-Wohlensee, Bern

Reason

Warum gerade jetzt?
Das Aufkommen neuer technischer Möglichkeiten bei Echoloten, vor allem die Live-Sonar-Technik, verändert die Fischerei grundlegend.
Egal, ob man diese Form der Fischerei befürwortet oder nicht:

  • Die Umsetzung eines Verbotes hat bereits in früheren Fällen starke Widerstände ausgelöst und erweist sich als immer schwieriger.
  • Die technische Weiterentwicklung ist rasant. Bald kommen erschwingliche Modelle auf den Markt, die Technologie wird sich weiter verbreiten. Hinzu kommt, dass Live-Sonar und herkömmliche Funktionen zunehmend in den gleichen Geräten verschmolzen werden.
  • Eine Durchsetzung eines Live-Sonar-Verbots wird fast unmöglich.

Wenn die Behörde jetzt nicht handelt, droht die verbreitere Verwendung von Live-Sonar-Technik auf den bernischen Gewässern den Hecht-Bestand zu gefährden, da viel mehr grösseres Exemplare entnommen werden (müssen). Im Vergleich zu einem Verbot bedeutet ein Fangfenster eine deutlich kleinere Einschränkung und einen vernünftigen und langfristig umsetzbaren Umgang mit sich rasant veränderten Rahmenbedingungen.

Mehr Hecht für alle – für die Einführung eines Fangfensters!

Thank you so much for your support, Simon Jäggi, Kehrsatz
Question to the initiator

Petition details

Petition started: 04/07/2025
Collection ends: 05/18/2025
Region: Canton of Berne
Topic: Environment

News

  • Liebe Hechtfreund:innen

    Wir haben diese Woche unsere Petition dem Fischereiinspektor des Kantons Bern, Andreas Knutti, persönlich übergeben.

    Herzlichen Dank für euer Statement, dass ihr mit eurer Unterschrift und euren Kommentaren gesetzt habt - auch diese haben wir übrigens weitergeleitet.

    Auch wenn wir uns vielleicht noch etwas mehr Zuspruch erhofft haben, wir haben die Massnahme Fangfenster zum Thema gemacht - bei Behörden und in der Fischereiszene, damit eine Diskussion ausgelöst - und hoffentlich auch einen Denkprozess.

    Es ist schön zu sehen, dass vielen Menschen eine gute und nachhaltig genutzte Fischpopulation am Herzen liegt. Dafür werden wir uns weiterhin engagieren. Bei unser eigenen
    Fischerei, in Vereinen und unter Freunden.

    Petri, die Petitionäre
  • Liebe Fischfreundinnen und -freunde

    Die Petition für ein Hecht-Fangfenster im Kanton Bern findet Unterstützung - und löst Diskussionen aus. Dass nicht alle Leute davon begeistert sein werden, wussten wir. Aber so ist es halt mit neuen Ideen: Sie lösen auch Widerstände aus. Wir freuen uns, wenn ihr aktiv in den Fischerforen mitdiskutiert und eure Sicht der Dinge einbringt.

    Von unserem Ziel von 500 Unterschriften sind wir nicht mehr weit entfernt. Um ein wirklich starkes Signal an die Behörden zu senden, wären 1000 Unterschriften toll - dafür haben wir noch 17 Tage!

    Ihr helft der Sache enorm, wenn ihr die Petition auf euren Kanälen (Whats-App, Social Media, etc.) teilt, in eure Vereine einbringt und eure Kolleginnen und Kollegen ermuntert, die Petition zu unterschreiben.

    Wenn alle Unterzeichnende zwei Personen für das Anliegen gewinnen, können wir ein eindrückliches Signal senden!

    Herzlichen Dank!

    Für Fragen und andere Anliegen stehen wir euch gerne zur Verfügung: jaeggi@gmx.net.

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