Die meisten Mietverträge in der Schweiz lassen Haustiere nur mit Einwilligung des Vermieters zu. Dabei stellt sich die Frage, aus welchen Gründen der Vermieter seine Einwilligung verweigern darf. Gemäss der Rechtsprechung braucht es dazu keinen speziellen Grund, sondern kann die Tierhaltung nach Belieben verbieten. Eine genauere Regelung der Haustierhaltung findet sich meist auch in der Hausordnung. Wenn im Mietvertrag darauf verwiesen wird, handelt es sich dabei grundsätzlich um einen verbindlichen Vertragsbestandteil. Wer sich nicht an ein Tierhaltungsverbot hält, riskiert die Kündigung durch den Vermieter.  Dasselbe gilt, wenn ein Mieter Haustiere hält, ohne die im Mietvertrag vorgeschriebene Zustimmung des Vermieters einzuholen. 

Lösung:

  • Viele Vermieter erlauben die Haustierhaltung deshalb nicht, weil die Rechte und Pflichten der Tierhalter nirgends genau geregelt sind. Dem lässt sich abhelfen, indem man einen Vertragszusatz für Haustiere abschliesst. Dieser wurde vom Institut für Interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung (www.iemt.ch) erarbeitet und berücksichtigt sowohl die Interessen von Vermieter, Mieter sowie das Bedürfnis der Tiere nach artgerechter Haltung.

  • Der Vermieter muss vorhängig über eine Tierhaltung informiert werden und darf in Fällen mit einem grossen Sicherheitsrisiko (z. Bsp. Wildtiere, Hunde der Rassentypliste II) ein Veto einlegen.

  • Zukünftig soll es der Mieterschaft rechtlich gestattet sein, Haustiere zu halten unter oben beschriebenen Bedingungen.

Begründung

In früheren Zeiten überwog der praktische Nutzen unserer vierbeinigen Hausgenossen. Hunde wurden als Helfer bei der Jagd, Wächter oder Zugtiere gehalten, Katzen als Mäuse- und Rattenjäger. Heute steht hingegen der emotionale Nutzen im Vordergrund: Der Kontakt zum Tier bildet einen erholsamen Gegenpol zum Alltagsstress im Beruf und zu Einsamkeitsgefühlen, von denen in unserer anonymen Massengesellschaft immer mehr Menschen betroffen sind. Tatsächlich sind Heimtiere so etwas wie "Heilmittel" - für den Körper und für die Seele.

Der Biologe Dennis Turner sieht das ähnlich. Er hat gemeinsam mit dem Präventivmediziner Felix Gutzwiller in einer Studie berechnet, dass Menschen, die Haustiere haben, monatlich durchschnittlich zehn Franken sparen – weil sie weniger oft zum Arzt gehen und weniger Medikamente brauchen. Die zehn Franken sind eine Nettoeinsparung: Die durchschnittlich 80 Franken, die ein Tier pro Monat kostet, sind bereits mitgerechnet.

Hunde wirken besonders auf hyperaktive oder aggressive Kinder sehr beruhigend. Die Tiere helfen ihnen dabei, überschüssige Energien abzubauen. Außerdem lernen die Kinder durch Hunde, Verantwortung zu übernehmen.

Haustiere spielen aber nicht nur bei der physischen Gesundheit eine Rolle - sie beeinflussen auch die psychische Gesundheit und machen die Menschen resistenter gegen Stress. Bereits die Anwesenheit und das Streicheln der Tiere tun uns Menschen gut. Das konnten bereits US-Forscher der State University of New York in Buffalo vor einigen Jahren in einer kontrollierten Studie nachweisen, bei der sie 48 alleinstehende Broker an der New Yorker Börse untersuchten. Das Ergebnis: Ein Haustier vermindert den Blutdruckanstieg in Stresssituationen. Menschen mit einem Haustier reagieren gelassener auf Stress, sind entspannter. Britische Stress-Experten rieten deshalb schon damals zum Bürohund. Tiere sind in belastenden Akutsituationen möglicherweise sogar eine bessere Hilfe als Partner oder Freunde. Das gleiche Forscherteam aus Buffalo testete 240 (Ehe-)Paare mit Hund/Katze oder ohne Haustier auf Pulsfrequenz und Blutdruckwerte bei physischem und psychischem Stress: Die Probanden sollten etwa knifflige Rechenaufgaben unter Zeitdruck lösen oder mussten ihre Hand zwei Minuten lang in Eiswasser tauchen. Zunächst allein, dann im Beisein des Partners, in Anwesenheit des Hundes und wenn Hund und Partner gleichzeitig zugegen waren.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Silvia Meier-Jauch aus Schlieren
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