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Nächster Schritt geschafft – jetzt braucht es Ihre Stimme
Positives Echo in der Petitionskommission. Doch zentrale Hürden bleiben – besonders für Familien mit Kindern mit hohem Betreuungsbedarf.
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer
Am 3. März 2026 konnten wir unsere Petition vor der Petitionskommission des baselbieter Landrats erläutern. Dafür sind wir dankbar. Die Diskussion mit der Kommission ist positiv verlaufen, und wir sind zuversichtlich, dass sie empfiehlt, die Petition im Landrat zu behandeln – ein wichtiger erster Schritt.
Unser Grundsatz: Alle Kinder haben Anspruch auf faire Rahmenbedingungen. Wenn der Kanton Betreuung unterstützt, darf er Kinder mit besonderen Bedürfnissen nicht ausschliessen.
Gleichzeitig hat die persönliche Stellungnahme von FDP‑Regierungsrat Markus Eigenmann deutlich gemacht, wie gross die Hürden weiterhin sind. Der Kanton plant derzeit 35 Millionen Franken für Betreuungssubventionen für Regelschulkinder. Für Kinder mit schweren Behinderungen hingegen hält der Regierungsrat fest, dass über die Mittagsbetreuung hinaus kein Anspruch auf Betreuung besteht. Begründet wird dies unter anderem mit dem Hinweis, Erziehung sei gemäss Zivilgesetzbuch (ZGB) Aufgabe der Eltern.
Diese Argumentation aus dem Jahr 1907 würde uns Betroffene um Jahrzehnte zurückwerfen:
Rechte, die Kinder mit Behinderung heute schützen, werden von Regierungsrat Markus Eigenmann von Grund auf wieder in Frage gestellt.
Genau deshalb braucht es jetzt unsere gemeinsame Stimme, damit diese hart erkämpften Fortschritte nicht verloren gehen.
Warum diese Haltung problematisch ist?
Ungleichbehandlung: Für Regelschulkinder sind umfangreiche Betreuungsangebote vorhanden, zusätzliche Entlastungen sind vorgesehen; Familien mit Kindern mit Behinderungen sollen die Verantwortung hingegen weitgehend allein tragen.
Druck auf Sonderschulen: Sonderschulen sind gesetzlich verpflichtet, Kinder mit komplexen Bedürfnissen zu fördern und zu betreuen – werden diesen Verpflichtungen aber bereits heute aus finanziellen Gründen nicht gerecht.
Zusätzliche Kürzungen: Ab diesem Sommer sollen bei den Sonderschulen weitere 5 Millionen Franken pro Jahr eingespart werden, obwohl diese schon im letzten Jahr ihr Defizit nur mit Hilfe ihrer Reserven decken konnten.
Konkrete Folgen für Familien: Viele stehen vor der Wahl, private Betreuung selbst zu finanzieren – oft zu sehr hohen jährlichen Kosten – oder auf dringend benötigte Entlastung zu verzichten.
Wo wir stehen?
Petitionskommission: Anhörung erfolgt, positives Echo.
Nächster Schritt: Wir setzen alles daran, dass das Thema im Landrat ernsthaft und zeitnah diskutiert wird.
So können Sie jetzt konkret helfen?
Schreiben Sie an Regierungsrat Markus Eigenmann (markus.eigenmann@bl.ch) oder an Mitglieder des Landrats. Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne eine kurze, praxiserprobte Textvorlage zur Verfügung.
Teilen Sie diese Informationen in Ihrem Umfeld und in den sozialen Medien. Öffentlichkeit schafft Aufmerksamkeit – und beschleunigt Lösungen.
Berichten Sie uns Ihre Erfahrungen (falls Sie selbst betroffen sind). Konkrete, anonymisierte Beispiele machen die Realität sichtbar und erleichtern politische Entscheide.
Unser Ziel
Wir wollen, dass Familien mit Kindern mit Behinderungen bedarfsgerechte Entlastung erhalten und Sonderschulen die gesetzlichen Aufträge qualitativ erfüllen können – ohne dass die Last allein auf den Schultern der Eltern oder einzelner Institutionen liegt.
Ihre Unterstützung gibt diesem Anliegen Gewicht. Danke, dass Sie mithelfen, diese Lücke zu schliessen.
Im Namen der Initianten der Petition
Endlich Entlastung für Familien mit behinderten Kindern im Baselbiet
Tobias Ammann
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