Petition richtet sich an:
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz / Bundeskanzleramt / Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, sehr geehrte Bundesministerinnen und Bundesminister!
Uns ist bewusst, dass Sportvereine, als wesentlicher Baustein einer funktionierenden Gesellschaft, ihren Beitrag zur Eindämmung dieser Pandemie leisten müssen. Auch wir haben größtes Interesse, dass die Ausübung von diversen Sportarten im Winter 2020/21 keinen Anlass für weitere Covid-19-Infektionen liefert.
Seit Monaten erarbeiten ehrenamtlich arbeitende Vereinsverantwortliche Konzepte für "ihre" Vereine. Es gibt strenge Hygienekonzepte, Anweisungen wurden schon im Frühjahr zumeist penibel befolgt. Die Bemühungen und Disziplin der aktiven SportlerInnen haben sich bezahlt gemacht. Trotz Regenwetter im Frühsommer und damit einhergehend mehreren Tagen Hallentennis ist nachweislich keine Corona Infektion, die dem Tennissport zu zuschreiben ist, bekannt.
Mit wachsender Sorge registrieren wir mangelnde Aufmerksamkeit Ihrerseits diversen Sportarten gegenüber. Dieses Außer-Acht lassen diverser Sportarten empfinden wir als unverhältnismäßigen Populismus. Es entsteht ein Gefühl von Unverhältnismäßigkeit.
Für uns steht außer Frage, dass die gesundheitspolitischen Aspekte Priorität haben. Der Breitensport versteht sich als gesundheitsfördernder Sektor und ist somit gerade in Gesundheitskrisen ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Sport sorgt in psychisch fordernden Zeiten für Ausgleich, körperliche Aktivität sorgt dafür, dass unser Körper Dopamin, Serotonin und auch Endorphin ausschüttet. Langer Rede kurzer Sinn: Sport macht glücklich.
In meinen Augen ist eine evidenzbasierte Argumentation in Bezug auf den "Ausschluss" des Tennis-Sports einfach nicht gegeben. Ein Tennisplatz misst knapp 24x11 Meter und verfügt somit über mehr als 250m². Diese Abmessungen beziehen sich lediglich auf das Spielfeld. Inkl. Auslaufzonen kommen wir auf rund 650m² pro Platz. Bezieht man dann noch die immense Raumhöhe einer Tennishalle mit ein, wird die Argumentation den Tennis-Sport nicht zu erlauben, noch unschlüssiger.
Angenommen ein Tennis-Platz wird von zwei (!) Personen bespielt, so stünden pro Person über 300m² Grundfläche zur Verfügung. Die räumliche Trennung ergibt sich durch das Netz in der Mitte des Platzes.
Bleiben Duschen, Garderoben und Gastronomie auch weiterhin geschlossen, sehen wir somit keinen Anlass für eine weitere Schließung der Tennishallen.
In Bezug auf die Regelung im Handel oder die Tatsache, dass auch körpernahe Dienstleistungen, wie etwa Frisörbesuche, Massagen uvm., gestattet sind, ist der Ausschluss des Tennis-Sports ein Schlag ins Gesicht eines jeden Tennisspielers.
In diesem Zusammenhang bitte wir inständig darum Ihre Haltung zu überdenken. Geben Sie dem Sport eine Chance, haben Sie Vertrauen in das umsichtige Handeln diverser Vereinsverantwortlicher und Mitglieder und geben Sie der Bevölkerung ein Stück Freude zurück!
Man würde es Ihnen danken!