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Soll ich die Petition unterstützen?

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Diese Seite soll Ihnen dabei helfen, sich eine eigene Meinung zu dieser Petition zu bilden. Es werden bis zu 10 Argumente und falls vorhanden Gegenargumente vorgestellt, die auf den am höchsten bewerteten Argumenten der Debatte zur Petition basieren. Als Ergebnis bekommen Sie eine Empfehlung ob Sie die Petition unterschreiben sollen oder nicht. Die Qualität der Fragen hängt von der Qualität der Debatte ab, zu der jeder beitragen kann.


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A: Diese Petition hat ja seinen Ursprung in der gescheiterten Landtagspetition zum Rotwild im Erzgebirge (siehe Freie Presse vom 11.11.2016). Die Initiatoren, Unterstützer und Befürworter dieser Petition müssen sich die Frage stellen: Wollen sie ihren Enkelkindern überhöhte Rotwildbestände vererben oder einen gesunden, produktiven, artenreichen und vitalen Erzgebirgswald, der auch dem Klimawandel Stand hält? Ich möchte definitiv letzteres...
B: Wo bleiben denn die konkreten Zahlen für oben genannte Regionen, bitte mal ganz konkret eine Aussage treffen..., nicht immer nur über den Staatsforst schwadronieren...
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A: Rotwild gehört ins Erzgebirge, ja das ist wohl so, aber passender wäre es doch, wenn es heißen würde: Die starke Hirschtrophäe gehört in mein Wohnzimmer und nicht ins Wohnzimmer anderer Jäger. Das ist doch der Kern dieser Initiative. Diese persönliche Absicht gab es schon vor 50 Jahren und wird es auch in 50 Jahren noch geben. Vielen Nimroden geht es nur um die starke Trophäe und das wird uns in der gesellschaftlichen Diskussion noch das Genick brechen...
B: Es geht in der Petition weder um viel noch um wenig Wild und gleich gar nicht um starke Trophäen! Es geht um den Umgang mit dem Wild! Und wenn hier Förster nach einer Drückjagd ein Alttier mit Spiegelschuss auf die Strecke legen und den Kommentar abgeben "das bisschen Grüne kann man rauskratzen", dann mag das deren Verständnis von Jagd sein, aber viele Jäger sehen das eben auch anders...
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A: Ein Mehr an Achtung der Kreatur und der Traditionen, Wahrheiten im Umgang mit dem Wald - Wild - Konflikt, Respekt vor dem was wir tun, Ausrichtung der Jagd an wildbiologischen Erkenntnisse würde der Sache an sich schon weiter helfen. Jedes Lebewesen hat Einfluss auf seinen Lebensraum, auch das Wild. Bei Hiebsmaßnahme alle 3 bzw. 5 Jahre kann man mehr forstlichen Schaden anrichten, als es dem Wild in seiner bei uns vorhandenen Stückzahl durch Verbiss und Schäle möglich ist. Was sollen im Januar Drückjagden mit über 70 Schützen in Revieren mit angepasster Wilddichte?
B: Ausrichtung der Jagd an wildbiologische Erkenntnisse, aber gerne doch. Bitte Einstellen der Hirschjagd während der Brunftzeit. Wildbiologisch nicht zu rechtfertigen, ethisch auch stark zu kritisieren, denn das Wildbret eines Brunfthirsches ist ungenießbar. Wo ist da der vernünftige Grund für das Töten dieser Kreatur, wenn das Wildbret entsorgt werden muss
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Diese Petition kann man nur unterstützen, weil sie in einem kleinen Segment, der Jagd, genau den Filz in Sachsen aufzeigt, und Strukturveränderungen verlangt, die sachkundige Bürger beteiligen sollen. Erst ändert man das Landesjagdgesetz zu einer vollständigen Generalvollmacht für einen Staatsbetrieb, dann kann man nur feststellen, dass ebendieser Staatsbetrieb sämtliche (eigenen) Aufsichtsbehörden mit eigenem Personal besetzt, dann wird einer Petition unter anderem mit einem inszenierten Schreiben einer "Wanderführerin" begegnet, um Abgeordnete zu beeinflussen. Da muss man zeichnen!
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A: Wald und Wild gehören zusammen. Jäger und Förster gehören an eine Tisch. Wer Wölfe hätschelt und zeitgleich das Rotwild nur als Schädling betrachtet, hat ganz einfach den Überblick verloren. Der Staatsbetrieb Sachsenforst hat eine gigantische Aufgabe, indem er die Fichtenbestände zu klimawandelresistenten hochwasserschützenden Mischwäldern umbauen soll. Hierzu muss er aber so ausgestattet und geführt werden, dass das Gleichgewicht von menschlichen Interessen und freilebenden Wildtieren in der Kulturlandschaft gewahrt bleibt. Dies ist durch "Keulung" der Rotwildbestände nicht legitimiert.
B: Die Rotwildstrecke ist in Sachsen seit 20 Jahren konstant, bundesweit im gleichen Zeitraum stetig um 50% gestiegen. Von einer Keulung kann faktisch keine Rede sein. Im Wald ist in diesem Zeitraum Struktur entstanden. Das Wild findet Nahrung und Deckung an der selben Stelle und kann sich verstecken. Nur weil man weniger sieht, bedeutet es nicht, dass weniger da wäre.
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A: Ich bin selber passionierter Jäger, halte von der Petition aber gar nichts. Was mich insgesamt sehr bedenklich stimmt, sind die zunehmenden Kommentare, von Leuten, die diese Petition unterschrieben haben und grundsätzlich die Jagd ablehnen. Liebe initiatoren der Pesto, ihr setzt hier die ganze Jagd aufs Spiel. Euch ist jede Unterschrift recht, Hauptsache gegen sachsenforst. Es ist ein Spiel mit dem Feuer. Wie heißt es so schön...: Die Geister die ich rief...
B: Falsch, die Hegegemeinschaft will ja mit Sachsenforst arbeiten! Wer hat denn der Hegegemeinschaft erst die Mitarbeit an seinem Forschungsprojekt verwehrt und macht jetzt trotz Einladung nicht beim Projekt der Hegegemeinschaft mit? Wenn Sachsenforst so weiter macht, gibt es ohnehin bald keine Jagd mehr... Und was die Wahrheit ist, muss auch öffentlich gesagt werden dürfen!
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A: Es ist schon verwunderlich, dass keiner der Initiatoren in der Lage ist, konkrete Zahlen für die betroffene Region zu benennen. Das erinnert mich an die Landtagsanhörung vor genau einem Jahr, wo der Initiator auf die Frage: ist das Rotwild im Erzgebirge gefährdet, geantwortet hat, keine Ahnung, ich habe keine Zahlen. Alle anderen, immerhin 9 Experten, haben die Frage mit nein beantwortet. Also bitte mal Zahlen pro 100 Hektar nennen, damit man mal weiß, wo hin die Reise gehen soll. Um es vorweg zu nehmen, die Anhörung ist auf Initiative einer Oppositionspartei erfolgt!!!
B: So ein Quatsch. Keiner weiss, wie viele Stück Rotwild in welchem Populationsbereich leben, ausser vielleicht im Tharandter Wald. Auch dazu dient das Forschungsprojekt, das der SBS bei Prof.Roth/Dr.Stier /Uni Tharandt in Auftrag gegeben hat. Aber: der Auftraggeber veröffentlich bereits einen Zwischenbericht, der in der Einleitung klar sagt, es ist zu viel Rotwild, und nach heftiger Reduzierung können wir über Lebensraum reden. JEDER NICHT VÖLLIG BERATUNGSRESISTENTE WEISS, DASS SCHÄLE/VERBISS und WILDDICHTE EBEN NICHT (!!!) MONOKAUSAL ZUSAMMENHÄNGEN.
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A: So geht sächsisch. Die Demokratie wird geschickt umgangen... Durchaus enthält die Pedition imhaltlich Parallelen zum Verfahren zur Novellierung des Sächsischen Jagdgesetzes. War schon ne Schau wie die Fraktionen bei der Diskussion im Landtag durchweg ihnen passende Argumente aus der Stellungnahme des Landesjagdverbandes verwendeten. Somit war zum Schluss keiner verantwortlich. Der Staatsbetrieb Sachsenforst ist ein staatlicher Betrieb! Da kann es nicht sein, dass Jagdbehörde und Verwaltungsjagd unter einem Dach sitzen. Der Staat im Staate.
B: Das ist kein Argument, das ist inhaltslose Agitation.
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