6 Unterschriften
Petition richtet sich an: Bundesversammlung
1. Stärkung der Aufklärung und Prävention
Es soll geprüft werden, wie Kinder, Jugendliche, Eltern, Schulen und weitere Bildungsinstitutionen besser über digitale Risiken informiert und sensibilisiert werden können.
Dabei soll insbesondere die Aufklärung über folgende Themen gestärkt werden:
- Fake-Profile und Identitätstäuschungen
- Deepfakes und KI-generierte Inhalte
- Online-Manipulation und digitale Betrugsformen
- Grooming und sexuelle Gefährdung
- Pornografie und deren mögliche Auswirkungen
- Gewaltinhalte in digitalen Medien
- problematische Online-Subkulturen
- digitale Abhängigkeiten
- Datenschutz und Schutz der Privatsphäre
- verantwortungsvoller und sicherer Umgang mit digitalen Medien
2. Förderung der Medienkompetenz
Es soll geprüft werden, wie die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen nachhaltig gestärkt werden kann.
Insbesondere sollen junge Menschen befähigt werden:
- digitale Inhalte kritisch zu hinterfragen
- Falschinformationen und Manipulationsversuche zu erkennen
- Risiken im Internet frühzeitig wahrzunehmen
- ihre persönlichen Daten besser zu schützen
- respektvoll und verantwortungsvoll zu kommunizieren
- sowie digitale Medien bewusst und reflektiert zu nutzen
3. Unterstützung von Eltern und Schulen
Es soll geprüft werden, wie Eltern, Lehrpersonen und weitere Bezugspersonen besser dabei unterstützt werden können, Kinder und Jugendliche im digitalen Alltag zu begleiten.
Dazu gehören insbesondere:
- leicht zugängliche Informationsangebote
- praxisnahe Schulungs- und Präventionsprogramme
- aktuelle Informationsmaterialien zu neuen digitalen Entwicklungen
- sowie die Förderung eines offenen Dialogs über Chancen und Risiken digitaler Medien
Diese Petition fordert keine pauschalen Verbote digitaler Medien oder Plattformen. Sie möchte vielmehr eine sachliche gesellschaftliche und politische Diskussion darüber anstossen, wie Kinder und Jugendliche in einer zunehmend komplexen digitalen Welt besser begleitet, aufgeklärt und geschützt werden können.
Die Unterzeichnenden sind überzeugt, dass nachhaltiger Schutz von Kindern und Jugendlichen vor allem durch Aufklärung, Medienkompetenz, persönliche Verantwortung und eine gute Begleitung im digitalen Alltag erreicht werden kann.
Begründung
Die Digitalisierung hat das Leben von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Digitale Medien, soziale Netzwerke, Streaming-Dienste, Videospiele, künstliche Intelligenz und interaktive Plattformen bieten zahlreiche Möglichkeiten für Bildung, Kommunikation, Kreativität und Unterhaltung.
Gleichzeitig entstehen dadurch neue Herausforderungen. Kinder und Jugendliche bewegen sich heute in digitalen Räumen, die sich ständig weiterentwickeln und deren Funktionsweise oft selbst für Erwachsene schwer überschaubar ist. Informationen, Bilder und Videos können innert Sekunden verbreitet werden. Künstliche Intelligenz ermöglicht die Erstellung täuschend echter Inhalte, während soziale Netzwerke und digitale Plattformen den Zugang zu verschiedensten Inhalten erleichtern.
Viele Minderjährige nutzen diese Angebote täglich. Dabei können sie mit Inhalten, Personen oder Verhaltensweisen in Kontakt kommen, deren Risiken und Auswirkungen sie aufgrund ihres Alters noch nicht vollständig einschätzen können. Problematische Inhalte sind oftmals nur wenige Klicks entfernt und können trotz bestehender Schutzmassnahmen, Altersbeschränkungen oder technischer Hürden zugänglich werden.
Die digitale Entwicklung bringt deshalb nicht nur technische und rechtliche Fragen mit sich, sondern auch pädagogische und gesellschaftliche Herausforderungen. Kinder und Jugendliche benötigen Orientierung, Begleitung und Wissen, um sich sicher und verantwortungsvoll in der digitalen Welt bewegen zu können, das betrifft auch Kinder und Jugendliche in der Schweiz.
Besondere Herausforderungen ergeben sich unter anderem durch:
- Fake-Profile und Identitätstäuschungen
- Deepfakes und KI-generierte Inhalte
- Online-Manipulation und digitale Betrugsformen
- Grooming und sexuelle Kontaktanbahnung gegenüber Minderjährigen
- Pornografische Inhalte und deren mögliche Auswirkungen auf das Verständnis von Beziehungen, Sexualität und dem respektvollen Umgang mit anderen Menschen
- Gewaltinhalte in sozialen Netzwerken, Videos, Filmen oder Computerspielen
- problematische Online-Subkulturen und Gruppendynamiken
- digitale Abhängigkeiten und exzessive Mediennutzung
- die Verherrlichung oder Verharmlosung gefährlicher oder rechtswidriger Verhaltensweisen im Internet
Diese Petition behauptet ausdrücklich nicht, dass einzelne Medien, Plattformen oder Inhalte zwangsläufig zu Straftaten oder schädlichem Verhalten führen. Dennoch erscheint es berechtigt zu prüfen, welchen Einfluss digitale Umgebungen auf die Entwicklung junger Menschen haben können und wie Kinder und Jugendliche besser dabei unterstützt werden können, Risiken zu erkennen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.
Die Unterzeichnenden sind auch der Auffassung, dass technische Schutzmassnahmen allein nicht ausreichen. Selbst dort, wo Alterskontrollen oder Zugangsbeschränkungen bestehen, können diese teilweise umgangen werden. Langfristiger Schutz entsteht deshalb nicht nur durch technische oder rechtliche Massnahmen, sondern insbesondere durch Aufklärung, Medienkompetenz und Prävention.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
26.06.2026
Sammlung endet:
25.12.2026
Region:
Schweiz
Kategorie:
Internet
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Weil aktuell zu wenig für Eltern, Schulen und betroffene kommuniziert wird und Kriminelle, Kinder und Jugendliche oftmals nur einen einzigen Klick entfernt sind.